Energie ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Ob Diesel, Benzin oder der grundlegendste Strom – unser tägliches Leben und das Funktionieren unserer Gesellschaft hängen längst von einer zuverlässigen Energieversorgung ab.
Im Jahr 2026 sind die Energiekosten in Deutschland erneut ein viel diskutiertes Thema. Die Preise für Benzin und Diesel sind gestiegen, und die Bundesregierung berät darüber, wie Verbraucher entlastet werden können. Zu den diskutierten Maßnahmen gehören eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe sowie eine erneute Senkung der Energiesteuer. Konkrete Beschlüsse stehen jedoch noch aus. Gleichzeitig rückt auch der Strompreis in den Fokus.
Zwei Fragen beschäftigen daher viele Verbraucher:
Wie entwickeln sich die Strompreise 2026 in Deutschland? Und was passiert mit der Energiesteuer?
Inhaltsverzeichnis
- Energiesteuer 2026: Was ist bisher geplant?
- Strompreise 2026 in Deutschland: Wie setzt sich der Preis zusammen?
- Lösung: Solar und Batteriespeicher
- Fazit
Energiesteuer 2026: Was ist bisher geplant?
Betrachtet man die Diskussionen der vergangenen Jahre, zeigt sich: Die Debatte um die Energiesteuer konzentriert sich derzeit vor allem auf Benzin und Diesel.
Um die Verbraucher zu entlasten, prüft die Bundesregierung neue Maßnahmen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe vorübergehend von 19 % auf 7 % zu senken. Auch die Energiesteuer steht im Fokus der Regierung.
Bereits umgesetzt wurden zwei temporäre Senkungen der Energiesteuer auf Benzin und Diesel:
Erste Senkung: Mai bis Juni 2026 – Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde um 14,04 Cent pro Liter gesenkt. Inklusive Mehrwertsteuereffekt ergab sich eine Entlastung von etwa 17 Cent pro Liter.
Zweite Senkung: Oktober bis Dezember 2026 – Der Bundestag beschloss am 25. September 2026 mit 434 zu 128 Stimmen eine weitere Senkung um ebenfalls 14,04 Cent pro Liter (ca. 17 Cent inkl. Mehrwertsteuer). Die Maßnahme gilt vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026. Die Steuerausfälle betragen rund 2,49 Milliarden Euro bei der Energiesteuer und etwa 293 Millionen Euro bei der Mehrwertsteuer.
Beide Senkungen wurden als kurzfristige Reaktion auf die durch den Iran-Krieg gestiegenen Ölpreise eingeführt. Die Bundesregierung hat angekündigt, mit der Mineralölwirtschaft über eine temporäre Kraftstoffpreisobergrenze nach luxemburgischem oder belgischem Vorbild zu verhandeln, die bis zum 1. Januar 2027 eingeführt werden soll.
Ob und in welcher Höhe weitere Maßnahmen umgesetzt werden, ist jedoch noch nicht entschieden. Zwar sind Kraftstoffpreise und Strompreise nicht dasselbe, doch beide gehören zu den regelmäßigen Ausgaben im Alltag.
Für Pendler und Menschen, die häufig längere Strecken fahren, wirken sich diese Veränderungen direkt auf die Mobilitätskosten aus.
Strompreise 2026 in Deutschland: Wie setzt sich der Preis zusammen?
Bevor man beurteilen kann, wie stark der Strompreis sinken könnte, lohnt sich ein Blick darauf, warum Strom überhaupt so teuer ist – also welche Faktoren den Preis bestimmen.
Der deutsche Strompreis setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Neben den Beschaffungskosten für Strom fallen Netzentgelte, Steuern und weitere Abgaben an. Nach offiziellen Angaben der Bundesregierung verteilen sich die Kostenanteile wie folgt:
- Beschaffung, Verteilung und Marge (insgesamt 43,5 %)
- Steuern (20,9 %): darunter Mehrwertsteuer (16 % des Endpreises) und Stromsteuer (ca. 4,9 % des Endpreises)
- Netzentgelte (26,9 %): Kosten für die Netznutzung
- Messung und Messstellenbetrieb (1,0 %): Abrechnungskosten, technisch notwendige Messeinrichtungen (z. B. Stromzähler) sowie Ablesekosten
- Konzessionsabgabe (3,9 %)
- Besondere Netznutzungsentgelte (1,5 %)
- Offshore-Netzumlage (1,6 %)
Der Strompreis wird also nicht allein durch den Preis an der Strombörse bestimmt. 2026 hat Deutschland verschiedene Maßnahmen ergriffen, um einen Teil der Stromkosten zu senken:
| Maßnahme | Art | Zeitraum | Zielgruppe | Umfang |
|---|---|---|---|---|
| Energiesteuer–Senkung (1. Runde) | Kraftstoffsteuer | Mai–Juni 2026 | Benzin/Diesel | 17 Cent/Liter |
| Energiesteuer–Senkung (2. Runde) | Kraftstoffsteuer | Okt.–Dez. 2026 | Benzin/Diesel | 17 Cent/Liter |
| Stromsteuer–Dauerentlastung | Stromsteuer | ab 1. Jan. 2026 | Produzierendes Gewerbe/Landwirtschaft | EU-Mindestsatz |
| Steuerbefreiung für Speicher | Stromsteuer | ab 1. Jan. 2026 | Stationäre Batteriespeicher | Vermeidung Doppelbesteuerung |
| Netzentgelt–Zuschuss | Nicht-steuerlich | 2026 | Alle Stromkunden |
Das zeigt: Die Preisentwicklung verschiedener Energieträger verläuft nicht synchron.
Für Verbraucher stellt sich neben der Frage nach dem Preis pro Kilowattstunde – die sie selbst nicht beeinflussen können – noch eine praktischere Frage: Können wir selbst etwas tun, um unsere Abhängigkeit von externer Stromversorgung zu verringern?
Lösung: Solar und Batteriespeicher
Solarenergie ist nicht nur eine saubere Energiequelle, sondern bietet auch Lösungsansätze.
Eine Photovoltaikanlage erzeugt tagsüber Strom. Wird dieser nicht sofort verbraucht, kann er in einem Batteriespeicher gespeichert und später – abends oder zu anderen Zeiten – genutzt werden. So lässt sich der Eigenverbrauchsanteil erhöhen und die aus dem öffentlichen Netz bezogene Strommenge reduzieren.
Speicherung bedeutet jedoch nicht, dass man vollständig vom Netz unabhängig ist. Entscheidend ist vielmehr: einen Teil selbst erzeugen, einen Teil selbst speichern und bei Bedarf nutzen.
Für alle, die ihren Stromverbrauch aktiver steuern möchten, ist das ein neuer Ansatz.
Batteriespeicher: nicht nur eine Frage des Sparens
Beim Thema Batterien denken viele zuerst an Kosteneinsparungen.
Doch Speicherung hat noch einen weiteren Wert.
Wenn ein Teil des Stroms selbst erzeugt und gespeichert werden kann, gewinnt man mehr Wahlfreiheit bei der Nutzung von Strom – wann und wie man ihn verbraucht.
Steigt der Strompreis, muss nicht der gesamte Bedarf sofort aus dem Netz gedeckt werden.
Diese Autonomie ist für manche Nutzer ebenso wichtig. Es geht nicht um vollständige Unabhängigkeit, sondern darum, einen Teil selbst in der Hand zu haben.
Das bedeutet mehr Flexibilität und ein Stück Sicherheit.
Was bedeutet das für Wohnmobil-Nutzer und Menschen, die lange unterwegs sind?
Beim Reisen mit dem Wohnmobil wird dieser Bedarf noch deutlicher.
Unterwegs steht nicht immer eine feste Stromquelle zur Verfügung. Kühlschrank, Beleuchtung, Handy und Laptop benötigen dennoch Strom.
Eine zuverlässige Batterie ermöglicht eine flexiblere Stromversorgung.
Besonders bei 12V Systemen ist es wichtig zu wissen, wie viel Ladung noch verfügbar ist.
Mehr dazu in unserem Beitrag:
Ladezustand Batterie Tabelle 12V: Alles, was Sie wissen müssen
Bei LiFePO4 Batterien ist zu beachten, dass Spannung und Ladezustand nicht vollständig nach den Maßstäben herkömmlicher Blei-Säure-Batterien beurteilt werden können.
Bevor man jedoch eine Batterie auswählt, lohnt sich ein Blick auf den eigenen Energiebedarf.
Wie berechnet man den eigenen Energiebedarf?
Vor der Wahl einer Batterie ist es hilfreich, den eigenen Strombedarf zu kennen.
Verschiedene Geräte haben unterschiedliche Leistungsaufnahmen und Nutzungsdauern. Daher reicht es nicht, nur die Ah-Kapazität der Batterie zu betrachten.
Zur Berechnung des eigenen Energiebedarfs sind einige grundlegende Energieeinheiten hilfreich: Wh, kWh und MWh.
Wer die Umrechnung von MWh in kWh nachvollziehen möchte, findet hier weitere Informationen: Wie rechnet man MWh in kWh um?
Wie lange eine 100Ah-Batterie hält, hängt beispielsweise auch von der Batteriespannung und den angeschlossenen Geräten ab.
Vor der Wahl einer Batterie lohnt es sich daher, drei Fragen zu beantworten:
1. Wie viel Strom wird benötigt?
2. Welche Geräte sollen betrieben werden?
3. Wie lange soll die Versorgung dauern?
Wie wählt man die passende LiFePO4-Batterie aus?
Der Markt bietet viele LiFePO4-Batterien.
Die Kapazität ist nur ein Kriterium.
Auch Gewicht, BMS, Ladeleistung, Lebensdauer und Abmessungen verdienen Aufmerksamkeit.
Für Wohnmobil-Nutzer sind der tägliche Stromverbrauch, die Leistungsaufnahme der Geräte, das Bordnetz des Fahrzeugs und die Batterieabmessungen relevant.
Entscheidend ist daher nicht unbedingt die Batterie mit den höchsten Werten.
Sondern die Batterie, die zum eigenen Nutzungsverhalten passt. Hierzu gibt es einen hilfreichen Beitrag: LiFePO4 Batterie Testsieger 2026: Top Empfehlungen im Vergleich
Fazit
2026 diskutiert Deutschland über Energiesteuern und Kraftstoffpreise und gleichzeitig über Strompreise und Stromkosten.
Veränderungen bei der Kraftstoffsteuer betreffen vor allem Benzin und Diesel. Der Strompreis hingegen wird von Strombezugskosten, Netzentgelten, Steuern und weiteren Faktoren beeinflusst.
Beide Themen sind unterschiedlich, doch sie bringen Verbraucher dazu, eine Frage neu zu denken:
Können wir unsere Energie aktiver selbst managen?
Das ist – jenseits des passiven Wartens auf staatliche Preisentlastungen – ein anderer, proaktiver Weg, das Problem anzugehen.
Solar und Batteriespeicher bieten hierfür eine Möglichkeit. Sie machen Nutzer nicht vollständig unabhängig vom öffentlichen Netz, können aber helfen, einen Teil des Stroms selbst zu erzeugen, zu speichern und zu nutzen.
Für Wohnmobil-Nutzer ist diese Flexibilität besonders wertvoll.
Eine zuverlässige LiFePO4-Batterie ist nicht nur ein Energiespeicher. Sie kann auch dazu beitragen, auf Reisen weniger von festen Stromquellen abhängig zu sein – für mehr Freiheit und ein besseres Gefühl von Sicherheit.
Redodo entwickelt LiFePO4 Batterien für genau diese Anwendungen – für Wohnmobile, Off-Grid-Systeme und alle, die unterwegs zuverlässig Strom brauchen.