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Eine Off-Grid-Hütte in Schweden – 8 Monate echte LiFePO₄-Wintererfahrung

von Janet Green an Jan 13, 2026

Eine Off-Grid-Hütte in Schweden – 8 Monate echte LiFePO₄-Wintererfahrung

Ein Nutzer berichtet von seinen Erfahrungen mit einem Off-Grid-Stromsystem in einer abgelegenen Hütte in Schweden, das über acht Monate hinweg – auch im Winter – erstmals mit einer Redodo LiFePO₄-Batterie betrieben wurde.

Als meine alte AGM-Batterie im letzten Winter den Geist aufgab, wurde mir klar, dass es Zeit war, mein gesamtes Off-Grid-Stromsystem neu zu überdenken. Eine weitere AGM-Batterie zu kaufen wäre die sichere Wahl gewesen, doch Neugier – und viele Berechnungen – führten mich in eine andere Richtung.
Acht Monate später, nach echter Praxisnutzung inklusive Winteraufenthalten bei deutlich unter dem Gefrierpunkt, kann ich mit Überzeugung sagen: Der Umstieg auf LiFePO₄ war die richtige Entscheidung.

Hintergrund – Von AGM zu LiFePO₄

Die Hütte ist vollständig netzunabhängig und verfügt bereits seit den frühen 1990er-Jahren über Solarmodule. Als wir die Hütte übernahmen, war noch eine Solaranlage aus dem Jahr 1994 auf dem Dach montiert – ursprünglich aus einem Clas-Ohlson-Katalog, der noch immer in der Hütte lag.
Im Laufe der Jahre habe ich das System schrittweise modernisiert:

  • neue Solarmodule
  • einen Victron-Laderegler
  • einen Victron-Wechselrichter

Bis vor Kurzem wurde alles von einer 240Ah-AGM-Batterie versorgt. Diese reichte im Sommer gut für Beleuchtung und einen Mähroboter aus. Als diese Batterie schließlich ausfiel, musste Ersatz her.
Aus reiner Neugier besprach ich die Optionen mit ChatGPT. Die Empfehlung war eindeutig: LiFePO₄. Anfangs war ich sehr skeptisch – vor allem wegen der bekannten Einschränkung, dass LiFePO₄-Batterien nicht unter dem Gefrierpunkt geladen werden sollten. Nach mehreren Nutzungs- und Verbrauchsberechnungen wurde jedoch klar, dass wir die Hütte im Winter nur selten besuchen und die Batterie in dieser Zeit nicht laden. Damit überwogen die Vorteile eindeutig die möglichen Nachteile.

Entscheidung für Redodo und Umbau des Systems

Nach der Recherche verschiedener Hersteller stieß ich auf Redodo. Die Batterien lagen im passenden Preisbereich und hatten solide Bewertungen. Meine Wahl fiel auf:

Um die reale Nutzung besser zu verstehen und zu dokumentieren, installierte ich zusätzlich einen externen Batteriemonitor, der Ladezustand (SOC), Spannung und Energieverbrauch über die Zeit aufzeichnet.
Parallel dazu habe ich Teile der elektrischen Anlage neu aufgebaut. Während dieses Prozesses stand ich in Kontakt mit dem technischen Support von Redodo, der meinen Schaltplan überprüfte. Die schnelle Reaktion und die technische Kompetenz waren sehr beruhigend und hilfreich.

Redodo 12V 280Ah LiFePO4 Batterie Erfahrungen von Per Moren

Technischer Überblick des Systems

Systemspannung: 12V Off-Grid
Batterie: Redodo 12V 280Ah LiFePO₄
Batterieüberwachung: Externer Batteriemonitor (SOC, Spannung, Ah)
Solarmodule:

  • JKM2700PP-Module
  • Parallel geschaltet für bessere Verschattungstoleranz und stabile Systemspannung

Laderegler:

  • Victron SmartSolar MPPT 100/20
  • Speziell für LiFePO₄ konfiguriert

Wechselrichter:

  • Victron Wechselrichter mit reinem Sinus
  • Versorgung von:
    • Fernseher
    • Internet-Router
    • Ladegeräten
    • Mähroboter im Sommer
Per Moren Erfahrungen mit Redodo

8 Monate Erfahrung – inklusive Winterbetrieb

Das System wurde im Frühjahr in Betrieb genommen. Bis zum 30. Dezember blieb die Batterie vollständig geladen und zeigte keinerlei Probleme.

Winterbesuch #1 – Ende Dezember

  • Temperaturen unter 0 °C
  • ca. 20 % Batterieverbrauch
  • keinerlei Leistungsprobleme

Winterbesuch #2 – 4. Februar

  • Temperatur: –14 °C
  • eine Übernachtung
  • Remote-Arbeit + TV-Nutzung
  • ca. 16 % Batterieverbrauch

Sobald die Hütte beheizt war und die Sonne aufging, nahm die Batterie tagsüber sogar etwas Ladung auf. Im Winter war die größte Einschränkung eindeutig der geringe Solarertrag – nicht die Batterie selbst.
Meine anfänglichen Sorgen bezüglich des Winterbetriebs haben sich in der Praxis nicht bestätigt. Die verfügbare Batteriekapazität war für unsere Bedürfnisse mehr als ausreichend.

Gewicht und Handhabung – ein oft unterschätzter Vorteil

Einer der am meisten unterschätzten Vorteile ist das Gewicht. Eine 280Ah-LiFePO₄-Batterie zu einer abgelegenen Hütte zu transportieren ist deutlich einfacher als eine AGM-Batterie mit vergleichbarer nutzbarer Kapazität. In abgelegenen Regionen, in denen alles getragen oder manuell transportiert werden muss, ist das ein enormer praktischer Vorteil.

Fazit

Nach acht Monaten realer Nutzung, einschließlich Winterbedingungen, lässt sich festhalten:

  • LiFePO₄ funktioniert bei korrekter Nutzung sehr gut in kalten Klimazonen
  • Die Kapazität deckt sporadische Winteraufenthalte problemlos ab
  • Das geringere Gewicht macht einen großen Unterschied im Alltag
  • Die Systemstabilität und Vorhersagbarkeit sind ausgezeichnet
  • Der technische Support von Redodo brachte einen spürbaren Mehrwert bei der Installation

Für meinen Anwendungsfall überwiegen die Vorteile die Einschränkungen deutlich.

Ausblick – Wie geht es weiter?

Die nächsten Schritte für das System sind:

  • Integration eines generatorbetriebenen Batterieladegeräts, um die Batterie im beheizten Zustand im Winter laden zu können
  • Prüfung der Installation einer Dieselheizung, da nun ausreichend elektrische Kapazität vorhanden ist
  • Weiterhin Dokumentation der Langzeiterfahrung über mehrere Jahreszeiten

Was als einfacher Batteriewechsel begann, hat sich zu einem deutlich leistungsfähigeren und flexibleren Off-Grid-Stromsystem entwickelt, als ursprünglich geplant.